Die Reise ist gecancelt. Ich bleibe zu Hause.
Der Grund ist so überraschend wie schön:
Das Gericht hat am Montag einem Vergleich zugestimmt: wir werden ab August mit den Kindern ein Wechselmodell haben. Die Kinder sind abwechselnd je eine Woche bei der Mutter, dann bei mir. Bis dahin ist noch Zeit, sich langsam daran zu gewöhnen. Bis zu den Sommerferien haben wir fünf Tage zusammen. In die Ferien teilen wir uns rein.
Weil das ja einer der großen Gründe (neben der Unzufriedenheit auf Arbeit) für die Reise war, muss und will ich jetzt nicht mehr weg. Den Traum schiebe ich auf für die Zeit, wenn die Kinder erwachsen werden und eigene Wege gehen. Ich bin total glücklich und verstehe immer noch nicht, wie es zu dieser völlig unerwarteten Wendung in der zweistündigen Verhandlung kam. Eine Herausforderung wird das jetzt auch. Spannender und schöner noch als die Reise: der Alltag zusammen und die unwiederbringliche Zeit zusammen mit Yamuna und Benjamin, solange sie noch einen Vater brauchen. Ich freu mich drauf.
Sechs Monate Sabbatical auf dem Fahrrad - von Mittelsachsen zum Baikalsee und weiter in die Mongolei nach Ulan-Bataar.